Moselsteig-Wanderung Teil 2

vom 29.08. – 06.09.2015

Dieses Mal wollten wir den Moselsteig bis Koblenz zu Ende abwandern. Unser Wanderführer Siegfried Knies hatte sich zusammen mit Dieter Jenuwein die schönsten Etappen ausgesucht.
Start der Wanderung war Traben-Trarbach. Nach Ankunft mit der Bahn startete die Gruppe auf dem Jakobsweg nach Bernkastel-Kues. Bei sehr heißen Temperaturen zog es ein Teil der Gruppe vor mit dem Bus nach Bernkastel zu fahren. Treffpunkt war das Moselstädtchen mit seinem mittelalterlichen Marktplatz, die Rathausfassade ein prächtiges Werk der Spätrenaissance, der Michaelsbrunnen sowie das viel bewunderte Spitzhäuschen von 1416. Nach einem ausführlichen Stadtbummel ging es gemütlich mit dem Schiff nach Traben-Trarbach zurück.
Der 2. Tag begann mit einem Aufstieg auf sehr engen und teils steilen Pfaden bei immer noch hochsommerlichen Temperaturen die in den Weinbergen mit den wärmespeichernden Schieferböden über 40 Grad betrug und von der Gruppe alles abforderte. Die Grevenburg, ein kultureller Leckerbissen mit tollem Ausblick ließ alle Strapazen vergessen. Auf fantastischen Pfadpassagen ging es entlang der Hangkante nach Enkirch bis zum Endpunkt nach Reil. Zurück ging es mit der Bahn in unser Hotel Krone in Traben-Trabach wie am Tag zuvor.
Die nächsten 2 Tage übernachteten wir in Ediger Eller einem bekannten Weinort an der Mosel. Auch die Strecke von Bullay über den Calmont mit seinem berühmten Klettersteig forderte der Gruppe alles ab. Gemütlich ging es dann bei der Weinprobe im Weingut Matthias Probst zu, der uns sehr fachkundig seine verschiedenen Weinsorten vorstellte. Am Dienstag regnete es und so wählten wir die Variante an der Mosel entlang bis nach Beilstein. Dieses wildromantische Städtchen lohnte sich wirklich zu erkunden. Die hoch über Beilstein thronende Burg Metternich, das Zehnthaus und nicht zuletzt die barocke Klosterkirche zeugen von der Bedeutung Beilsteins seit dem 14. Jahrhundert. Natürlich ließen wir es uns nicht nehmen dem dortigen Cafe Klapperburg mit seiner liebevoll zusammengetragenen Sammlung an 366 Kaffemühlen und ganz leckeren Kuchen einen Besuch abzustatten.
Am Mittwoch führte uns der Wanderweg über Schafberg-Johannisberg-Valwigerberg nach Cochem, immer die Reichsburg vor Augen. Unsere Übernachtung war im Hotel am Rosenhügel in Cochem ebenfalls für 2 Tage. Am Donnerstag erlebten wir mit dem Besuch auf der Burg Eltz ein weiteres Highlight. Dieses beeindruckende Gebäude ist eines der wenigen nie zerstörten Burgen im Rhein-Mosel-Gebiet und wirkt wie eine versteckte Märchenburg. An der Ringelsteiner Mühle legten wir eine kurze Kaffeepause ein und von Moselkern aus ging es mit der Bahn zurück nach Cochem. Am Freitag begeisterte uns der Moselsteig zwischen Elztal und Löf noch einmal mit herrliche Pfaden und sagenhaften Ausblicken. Die Kletterpassagen erwiesen sich als sportliche Herausforderungen. Während sich die Schlussetappe am Samstag fast gemächlich präsentierte, in Güls erreichten wir das offizielle Ende des Moselsteigs. Unsere Wanderung ging aber weiter bis nach Koblenz immer an der Mosel entlang. Am Deutschen Eck war unsere Wanderung endgültig am Ende angelangt. Gesamtwanderstrecke knapp 100 km.
Am Sonntagmorgen schwebten wir noch mit der Seilbahn auf die Festung Ehrenbreitstein. Dort konnten wir bei einer Führung Interessantes über die 5000 Jahre lange Geschichte erfahren.
Am Nachmittag ging es mit der Bahn zurück nach Stuttgart.

Brigitte Rebholz

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