Herbstwanderung 2015

am Samstag, den 10. Oktober 2015
Der Kloster-Felsenweg bei Sigmaringen.

Zuerst fuhren wir mit dem Bus der Fa. Rexer nach Laiz. Ein kurzer Spaziergang und wir erreichten das Kloster Inzigkofen, dort warteten bereits Werner Eberle und Frau Beck zu einer Führung im Bauernmuseum und durch die Klosteranlage.
Das Bauernmuseum Inzigkofen zeigt eine liebevolle Sammlung landwirtschaftlicher Arbeitsgeräte und Maschinen auf über 700 qm Ausstellungsfläche.
Die 1659 bis 1663 erbaute Klosteranlage mit seiner sehenswerten Barockkirche, ist das Wahrzeichen Inzigkofens.
Hinter hohen Klostermauern kommen heute Menschen zusammen, um in besonders stimmungsvollen Klosterräumen Kurse und Seminar zu besuchen.
Interessant war auch die folgende Geschichte:  Die Fürstin Amalie Zephyrne heiratete 1782 den Sigmaringer Erbprinz Anton Alois von Hohenzollern- Sigmaringen. Doch sie fühlte sich in dem ländlichen Sigmaringen sehr eingeengt. 1785 flieht Amalie in Männerkleidern, ihren zehn Monate alten Sohn Karl lässt sie zurück. Fortan lebt sie hauptsächlich in Paris, wo sie mit Kaiserin Josephine Beauharnais befreundet ist und bei Napoleon dafür eintritt, dass die hohenzollerischen Fürstentümer, dessen europäische „Flurbereinigung“ überleben. Im Alter mit ihrem Mann versöhnt, stirbt Amalie 1841 in Inzigkofen.
Besonders bemerkenswert in der Klosterkirche ist das Nonnenemporen-Gitter, das die Klosterfrauen um 1780 in Handarbeit aus Draht, Papier, Leim und Holzstäben gefertigt haben. Direkt von der Klosteranlage aus, nach einer Vesperpause, ging es auf dem Kloster-Felsenweg mit der Wanderung los. Zuerst durch den Fürstlichen Park zum Amalienfelsen, der sich 29 Meter senkrecht hoch über der Donau erhebt und die Inschrift „ Andenken an Amalie Zephyrne, 1841“ trägt. Ein schmaler Pfad führte zum Aussichtsplateau „Känzele“. Von dort aus konnte man einen einzigartigen Blick in das idyllische Donautal mit seinen steil abfallenden Jurafelsen genießen. Bizarre und einzigartige Felsformationen gab es mit den „ Grotten“ im Park zu entdecken. Diese Kleinode sind nur ein Teil der imposanten Naturelemente entlang des Weges. Über die Ruine Gebrochen Gutenstein, das Schmeietal, den Zigeunerfels und den Gespaltenen Felsen, der wirklich aussieht als hätte ihn eine mythische Riesenaxt zerteilt, hatten wir nach ca. 13 km den Endpunkt unserer Wanderung erreicht.
In der Brauereigaststätte Zoller Hof wurden wir mit bodenständiger, schwäbischer Küche bewirtet.

Brigitte Rebholz

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