| Bericht Mai 2010 |
Katharina Häberle, Sophia Häberle, Melanie Fischer, Adrian Oberparleiter, Daniel Duffner, Jan-Oliver Schmidt, Bo-Wen Yuan...kennen sie diese Namen? Ok, wenn das ihre Kinder sind, dann sollten sie diese Namen wohl kennen? Aber wenn nicht...kennen sie diese Namen? Nein? NEIN? Sie kennen sie nicht? Wissen sie überhaupt was sie da sagen? Sie kennen nicht die jungen Wilden der Taekwon Do Abteilung? Diejenigen, die am 14.12.10 erfolgreich eine weitere Kup Prüfung bestanden haben? Sie kennen nicht die jungen Menschen, die mutig und unerschrocken ihren Weg gehen und jeden alteingesessenen Taekwon Do’ler stolz werden lassen? SIE KENNEN SIE NICHT??? Ok, wenn sie zuvor nicht kannten war es halt so. Aber jetzt haben sie zumindest mal über sie etwas gelesen? Achja, Gratulation an euch alle zur bestandenen Prüfung! Macht weiter so! Alexander Clemens Ein seltenes Ereignis ... Taekwon-Do gilt ja als Kampf-„Kunst“, und so wird immer wieder beschworen, dass es sich hier nicht ausschließlich um körperliche Ertüchtigung handle, sondern gleichzeitig auch ein Weg der Persönlichkeitsentwicklung beschritten werde. Daher werden auch in den Standardwerken der Großmeister vor allen technischen Hinweisen, wie einer oder mehrere Gegner wirkungsvoll außer Gefecht gesetzt werden können, zuallererst einmal die „Grundsätze“ erläutert, auf deren Basis das zu geschehen hat, nämlich Höflichkeit, Integrität, Selbstdisziplin, Unbezwinglichkeit und Durchhaltevermögen. Vor allem letzteres, also das Durchhaltevermögen, wird in den langen Jahren bis zum begehrten schwarzen Gürtel immer wieder hart auf die Probe gestellt. Zum einen heißt es Woche für Woche sich aufzuraffen, fleißig die Beine zu schwingen und mit den Händen kunstvoll in der Luft herumzuwirbeln. Auch eine fremde Sprache will gelernt sein, denn Taekwon-Do kommt aus Korea, und Englisch als Möglichkeit sich auf internationaler Ebene zu verständigen (sollte das überhaupt einmal erforderlich sein) hat sich vorwiegend außerhalb des Einflussbereichs des deutschen Verbandes durchgesetzt. Und so müssen die präzisen Technikbezeichnungen in koreanischer Sprache geäußert werden können, jedenfalls in den ungefähren Annäherungen, wie sie uns, die wir Koreanisch allenfalls als Viert- oder Fünftsprache versuchen, eben möglich sind. Dann gilt es noch die Änderungen in der Ausführung der Techniken nachzuvollziehen, die immer wieder von den Großmeistern herunterdiffundieren, und die Änderungen der Änderungen, und der Änderungen Änderungen Änderungen.... Denn die aktuellste Art der Ausführung will der Prüfer sehen, die andern lieber nicht. Und nicht zuletzt die Schwarzgurt-Prüfung selbst wirft ihre beängstigenden Schatten voraus: Lange Stunden in einer Halle unter den scharfen Augen akribischer Prüfer.... Daher kommt es auch nur alle Jubeljahre vor, dass sich ein Hoffnungsträger findet und das in ihm steckende Potenzial verwirklicht. ... aber 2009 war es so weit: Nikolai Giebler hat es geschafft, hat das erforderliche Durchhaltevermögen aufgebracht! Herzlichen Glückwunsch zum 1. Dan! Doch lassen wir unseren jungen Hoffnungsträger selbst zu Wort kommen: Niko, was hat Dich denn die ganzen Jahre aufrecht gehalten? Ich hatte im Taekwon-Do eigentlich nie ein Ziel, das dann irgendwann erreicht ist, so dass man neue definieren muss. Für mich war von Anfang an der Weg zur besseren Selbstverteidigung das Ziel. Wer regelmäßig und ernsthaft trainiert wird unter qualifizierter Anleitung auch besser. Ich schau dazu gelegentlich zurück wo ich vor einem Jahr stand, welche Fähigkeiten, Fertigkeiten und Vorstellungen ich damals hatte. Viele Leute begehen den Fehler sich mit Gleichaltrigen oder mit Personen, die zur gleichen Zeit begonnen haben wie sie, zu vergleichen, was demotivierend sein kann und wodurch man sich unter Druck gesetzt fühlt, oder was vielleicht sogar zu Überschätzung führt. Der Vergleich mit sich selber motiviert vielmehr. Hattest Du auch mal einen Durchhänger? Und wie hast Du den überwunden? Es gab nicht wirklich eine Zeit in der das Training keinen Spaß mehr gemacht hatte. Allenfalls Verletzungen schränkten Trainingsinhalte ein. Allerdings zeigt einem die verstärkte Konzentration auf einen bestimmten Bereich des Trainings neue Aspekte/Erfahrungen auf, die man sonst möglicherweise verpasst hätte. Somit kann man Einschränkungen sogar als Chance wahrnehmen. Was sind die Dinge, die Du in all den Jahren am spannendsten beim Taekwon-Do fandest? Interessant fand ich das Anwenden und Umsetzen von den zunächst sehr starr und unrealistisch wirkenden Techniken, die vor allem für einen Anfänger den Hauptteil des Trainings ausmachen. Spannend ist dann mehr der Transfer zum Wettkampf hin, bei dem sich dann zeigt inwieweit ich in der Lage bin meine Techniken gegen Widerstand durchzusetzen. Gibt es auch Sachen, die Dir nicht so lagen, und die Du trotzdem machen musstest? Es werden keine unmöglichen Dinge von einem erwartet. Wenn man es übt, wird man besser. Wenn man alle Sachen, die man einzeln übt im Gesamtkontext betrachtet, wird einem bewusst, dass jeder Teil seine Aufgabe und seinen Zweck erfüllt, der später, wenn man wirklich besser werden will sonst fehlt. Was soll Dir Deine Taekwon-Do-Zukunft bringen? Worauf freust Du Dich? Die erste Dan-Prüfung bestanden zu haben heißt jetzt offiziell kein Anfänger mehr zu sein. Die erste große Hürde ist genommen, was bedeutet, dass es jetzt erst richtig losgeht mit Taekwon-Do. Matthias Rueß Am 20.01.2010 sollte es mal wieder soweit sein. Die Abteilung Taekwon Do traf sich im Vereinsheim des SVS um über das letzte Jahr zu philosophieren und zu bestimmen, wer weiterhin eine wichtige Position innerhalb unsere Abteilung halten darf. Jetzt soll ich bestimmt etwas dazu schreiben, nicht wahr? Tja, hätte ich Lust würde ich das vielleicht sogar tun. Aber zum Glück habe ich meine eigenen Fans, die mir diese Arbeit abnehmen. So möchte ich gerne folgenden Brief abdrucken, den ich vor kurzem erst erhalten habe: „Sehr geehrter A. Clemens, zunächst einmal möchte ich dir sagen was für ein großer Fan ich doch von deiner Schreibweise bin. So gut würde ich nie werden. Aber trotzdem gibt es etwas, dass ich dir gern erzählen würde. Am 20.01.2010 hatte ich die Idee mir den Abend in der Spitalwaldhalle zu versüßen. Nichtsahnend saß ich an meinem Tisch als ich bemerkte, wie nach und nach Personen in den Nebenraum verschwanden. Zunächst dachte ich mir nichts dabei, doch als es immer mehr wurden, konnte ich meine Neugierde nicht mehr länger im Zaum halten und schlich mich heimlich in den Raum. War es die Mafia? Die Yakuza? Oder gar...die Illuminaten? Neinnein...nichts dergleichen! Es war die Taekwon Do Abteilung, die gerade ihre Jahreshauptversammlung abhielt. Das Jahr 2009 wurde rekapituliert. Leute, die scheinbar innerhalb der Abteilung etwas zu sagen hatten kamen zu Wort und informierten ihre Mitstreiter über ihren Aufgabenbereich. Alles ging recht harmonisch über die Bühne und jeder Amtsinhaber durfte sich glücklich schätzen erneut gewählt worden zu sein – leider ist nun die Stelle des Vergnügungswarts vakant. Wird das dem Spaß der Abteilung einen Abbruch tun? Nein, denn ich glaube daran, dass die Taekwon Do’ler sich sicherlich vergnüglich mit dem Vergnügen vergnügen werden. So, dass war es erst mal von mir... Dein größter Fan, Alexander C.“ So, da bin ich froh, dass ich meine eigene Leute für so etwas habe und mir selbst nichts einfallen lassen musste! Alexander Clemens |
| Bericht September 2009 |
Der 09.05. – ein Tag, an dem ich mich wieder einmal fragte, warum ich es überhaupt tat! Doch es war das einzige was ich konnte. Daher stand ich auf und machte mich bereit für meinen Auftrag. Nachdem ich neugierige Verfolger abhängen konnte traf ich mich an einem geheimen Ort mit meinem geheimen Mittelsmann, der mich mit seinem geheimen Fahrzeug über einen geheimen Weg zum Ziel brachte...Ditzingen! Offiziell wurde dort die Baden-Württembergische Meisterschaft im ITF Taekwon-Do abgehalten, doch ich kannte die Wahrheit...ein streng geheimes Ausbildungslager trainierte seine neuen Supersoldaten, oder die, die es zumindest werden sollten. Meine Aufgabe bestand nun darin, die Besten der Besten zu finden. Mein Boss wollte Kämpfer, die da Feind das fürchten lehren und ihn in Grund und Boden stampfen. Leicht war es nicht, das merkte ich schon, als ich den seichten Dunst – eine Mischung aus Schweiß, Blut und Siegeswillen – roch, der mir nach Betreten des Lagers entgegen schwebte. Aber es bereitete keine Probleme, es war schließlich nicht der erste Auftrag. Inmitten unwissender Zivilisten verfolge ich mit Argusaugen, wie einzelne Kämpfer gegeneinander antraten. Es schien ein ruhiger Arbeitstag zu werden...bis ich IHN sah...der Mann, von dem mich mein Vorgesetzter M.R. immer gewarnt hatte...DER Nemesis der Sillenbucher Führung...F. Ones! Jetzt schnell handeln...Aufgeschreckt intensivierte ich meine Suche und fand zwei Kämpfer, die meinen Ansprüchen genügten...zum einen Sandra Weinmann! Ein scheinbar nettes Mädchen, das aber gnadenlos ihre Gegnerin zurückschlug und sich nicht von den lautstarken Einwürfen der gegnerischen Ausbilder abschrecken ließ. Verdient holte sie sich die Trophäe und überzeugte wie ihr Trainer und Ausbilder...Nikolai Giebler! Ein Mann, dessen alleinige Erscheinung ausreicht um die Gegner alt aussehen zu lassen. Man munkelt, er habe Sylvester Stallone in „Rambo“ und Arnold Schwarzenegger in „Terminator“ gedoubelt, aber das sind nur Gerüchte. Auch er ließ seinen Gegnern keine Chance und zeigte die Dominanz, die man im Sillenbucher Lager antrainiert! Nachdem auch er seine verdiente Auszeichnung erhalten hatte, notierte ich zufrieden die Eindrücke und kehrte mit meinem geheimen Mittelsmann und seinem geheimen Auto zurück zur Basis. Auftrag ausgeführt! Alexander Clemens Was haben Günther Jauch, Mario Gomez und Barack Obama gemeinsam? Ok, sie sind keine Frauen, aber was noch? Ja, genau, sie haben keine Prüfung beim SV Sillenbuch bestanden... 18.05., an diesem Tag passierte etwas, was ich in den folgenden Zeilen ausdrücken will... Prüfung – die Menschen in weiß sind zurück, Prüfung – Schweiß, Sorgen, Angst und Glück! Prüfung – tapfer stellt ihr euch entgegen Prüfung – nach Höherem wollt ihr streben! Schaut euch die Person in weiß auch streng an, ihr steht eure Frau – und euren Mann! Mal wieder habt ihr es allen bewiesen, es mussten auch keine Tränen fließen! Gemeistert habt ihr grandios die Situation, Glückwunsch, weiter so, Gratulation! Wir gratulieren allen, die die Prüfung bestanden haben und sehen voller Vorfreude auf die kommenden Aufgaben innerhalb des Vereins! Alexander Clemens |
